Therapieangebot
Mein Therapieangebot
Ich biete Therapie sowohl vor Ort als auch per Video/Online an, um eine flexible und individuelle Unterstützung zu ermöglichen.
Verhaltenstherapie
Was bedeutet "Verhaltenstherapie"?
Die Verhaltenstherapie ist eine problem-, ziel- und handlungsorientierte Therapieform. Dabei steht der Begriff „Verhalten“ für menschliches Erleben, Denken, Fühlen sowie Handeln, das weit über das sichtbare Verhalten hinausgeht. Verhalten, Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen beeinflussen sich gegenseitig. In der Therapie berücksichtigen wir diese Wechselwirkung bei der Bewältigung von Schwierigkeiten, z.B. in dem wir in der Expositionstherapie bei Ängsten nach gründlicher Vorbereitung die angstauslösende Situation gezielt aufsuchen um die körperliche und die emotionale Reaktion schrittweise zu „verlernen“. Ungesunde (dysfunktionale) Bewältigungsstrategien werden durch neue, hilfreiche Bewältigungsstrategien ersetzt. Dabei berücksichtigen wir auch, dass viele erlernte ungünstige Verhaltensweisen und Denkmuster eine Funktion erfüllen und nicht ohne Grund entstanden sind. Wir versuchen diese Funktionen und Gründe zu verstehen, indem wir mögliche prädisponierende Faktoren, Auslöser sowie aufrecherhaltende Faktoren und Bedingungen erarbeiten. Verhaltenstherapie findet nicht nur im Therapieraum statt. In den Sitzungen werden auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Methoden gemeinsam Ideen und Lösungswege erarbeitet und schließlich aktiv im Alltag umgesetzt. Somit geschieht die nachhaltige Veränderung im Prozess einer Verhaltenstherapie zu einem bedeutenden Anteil außerhalb der Praxis: Zuhause, in der Schule, unterwegs mit Freunden, bei einer neuen Erfahrung, wenn wir uns einer beängstigenden Situation stellen oder eine neue Herangehensweise an alte Probleme ausprobieren.
Wann Therapie helfen kann
Typische Anlässe für eine Vorstellung
Leistungen
Wie die Zusammenarbeit aussieht
Psychologische Diagnostik
Zu Beginn erfolgt eine gründliche psychologische Diagnostik, welche aus einer biographischen Anamnese (unter Einbezug der Eltern), testpsychologischer Diagnostik (z.B. standardisierte Fragebögen), Exploration sowie einer emotionalen Diagnostik (u.a. über kreative, spielerische und projektive Techniken) besteht. Bei Bedarf wird auch eine testpsychologische Leistungsdiagnostik (z.B. IQ-Test, Konzentrationstest, Rechentest, LRS-Testung) durchgeführt.
Einzeltherapie
Gemeinsam erarbeiten wir mögliche Auslöser von Problemen sowie aufrechterhaltende Faktoren und entwickeln darauf aufbauend individuelle Ziele und Lösungsstrategien. Besonders in der Arbeit mit Kindern kommen spielerische und kreative Methoden zum Einsatz und es wird auch viel gemeinsam mit den Eltern erarbeitet. Bei Jugendlichen sind es häufig Therapiegespräche, in denen Probleme offen thematisiert, Selbstfürsorge, -vertrauen und -akzeptanz aufgebaut und hilfreiche Bewältigungsstrategien erlernt werden.
Elterngespräche
Da psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen häufig das gesamte familiäre Umfeld betreffen, sind familiäre Lösungswege ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Besonders bei jüngeren Kindern, aber auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen – ist die Arbeit mit den primären Bezugspersonen häufig essenziell. In vielen Fällen sind auch Familiensitzungen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie weiteren relevanten Familienmitgliedern ein wichtiger Bestandteil der verhaltenstherapeutisch orientierten Therapie. In der elternzentrierten Arbeit geht es nicht nur um die Eltern-Kind-Interaktion sowie aufrechterhaltende familiäre Bedingungen und elterliches Verhalten. Es geht auch um den Blick auf sich selbst, das Familiensystem und ggf. die Partnerschaft. Hier finden sich häufig nicht nur Wege zur Problemlösung für Ihr Kind, sondern auch für Sie selbst.
Schule/Kita
Auch der Einbezug von Schule und Kita für die Diagnostik als auch für die Therapie ist häufig ein wichtiger Baustein, im Besonderen bei schul- oder kitabezogenen Problemen. Bei Bedarf wird somit die Schule/Kita in die Therapieplanung einbezogen und es erfolgen Gespräche mit Lehrkräften/Erzieher:innen/Integrationskräften, in denen über die Erkrankung/Symptomatik aufgeklärt wird sowie Lösungen und hilfreiche Maßnahmen für den Schul- oder Kitaalltag erarbeitet werden. Ich erstelle auch bei Bedarf Bescheinigungen, welche für die Gewährung eines individuellen schulischen Nachteilsausgleichs benötigt werden. Auch kann ich vom Jugendamt zu Stellungnahmen im Rahmen von Anträgen auf Eingliederungshilfe (z.B. Schulbegleitung) beauftragt werden.
Elternberatung/-coaching
Als Mutter von zwei Kindern weiß ich aus eigener Erfahrung um die besonderen Herausforderungen, die ein Familienalltag mit sich bringt. Die kindliche Entwicklung, Umbrüche und Krisen, ständig neue Fragen in Bezug auf Beziehung und Erziehung sowie die Partnerschaft als Elternpaar stellen uns immer wieder aufs Neue vor große und kleine Herausforderungen und lassen uns das eine oder andere Mal verzweifeln. Daher ist mir in meiner therapeutischen und beratenden Arbeit vor allem eines wichtig: Jedes Kind, jede/r Jugendliche, jedes Elternteil und jede Familie als System ist anders und genauso individuell kann auch die Bewältigung von Schwierigkeiten sein. Dabei lege ich großen Wert darauf einen realistischen Blick zu bewahren, ohne überzogene Erwartungen und Ansprüche an das Elterndasein. Ganz nach dem Konzept von Donald Winnicott des „good-enough-parenting“ – denn gut genug ist tatsächlich besser als perfekt. Mit meinem sozialpädagogischen Hintergrund kombiniere ich pädagogische und therapeutische Herangehensweisen, ganz individuell angepasst an die Bedürfnisse und Voraussetzungen jeder Familie. Besonderen Wert lege ich auf eine bindungsorientierte Herangehensweise, welche sowohl die kindlichen als auch elterlichen Grundbedürfnisse berücksichtigt.
Ablauf
So beginnt die Zusammenarbeit
Kontaktaufnahme
Schreiben Sie/Schreibe mir oder buchen Sie/buche direkt einen Termin online über Tymia.
Erstgespräch
In ein bis zwei sog. Sprechstunden schilderst du/schildern Sie mir den Vorstellungsgrund und ich schätze den Bedarf ein, stelle ggf. eine Indikation, kläre über mögliche Verdachtsdiagnosen auf und gebe ggf. Empfehlungen für alternative oder zusätzliche Hilfen (z.B. Vorstellung in einer psychiatrischen Praxis, stationäre/teilstationäre Behandlung, Diagnostik). Falls ich nicht direkt einen Therapieplatz bei mir anbieten kann, nehme ich dich/Sie auf meine Warteliste auf oder versuche an Kolleg:innen zu vermitteln.
Gemeinsame Ziele
In den kommenden Sitzungen folgt die Diagnostik, wir lernen uns besser kennen und erarbeiten Schritt für Schritt konkrete Ziele für deine Therapie/die Therapie Ihres Kindes.